TREND CONSULTING - NEWS - 25.03.2010
Erneuerbare-Energien-Branche auch im Krisenjahr gewachsen
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Berlin — Die Branche der erneuerbaren Energien ist trotz Wirtschaftskrise im vergangenen Jahr gewachsen. Investitionen und Beschäftigung hätten gegen den Trend zugenommen, sagte Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) in Berlin. Die Grünen kritisierten, Röttgen brüste sich angesichts der Energiepolitik der schwarz-gelben Bundesregierung zu Unrecht mit dem Erfolg der Branche.
"Die erneuerbaren Energien haben sich als Fels in der Brandung der Wirtschaftskrise behauptet", sagte Röttgen. Trotz der Wirtschaftskrise seien die Investitionen in Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien in Deutschland 2009 gegenüber dem Vorjahr um rund 20 Prozent auf knapp 18 Milliarden Euro gestiegen. Zudem erhöhte sich demnach die Zahl der Beschäftigten um acht Prozent auf mehr als 300.000.
Laut Röttgen sind rund zwei Drittel der Arbeitsplätze dem vor zehn Jahren in Kraft getretenen Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) zuzurechnen. Mit dem EEG wird die Energieerzeugung aus Wind, Wasser, Sonne, Erdwärme sowie Biogas über lange Zeiträume mit festen Vergütungssätzen gefördert, um die entsprechenden Techniken profitabel und marktreif zu machen.
Die Kosten für die Förderung werden auf die Stromverbraucher umgeschlagen. Laut dem Minister wird sich die EEG-Umlage in diesem Jahr im Vergleich zu 2009 etwa auf zwei Cent pro Kilowattstunde verdoppeln. Ein durchschnittlicher Haushalt zahlt demnach über seine Stromrechnung etwa sechs Euro im Monat für die Förderung. Dieser Beitrag sei jedoch eine "gute Zukunftsinvestition", da langfristig durch den Ausbau der erneuerbaren Energien mit sinkenden Strompreisen zu rechnen sei, sagte der Umweltminister.
Insgesamt wuchs die Anlagen-Kapazität um rund fünf Gigawatt auf 45 Gigawatt. Röttgen hob den Beitrag von Energie aus natürlichen Quellen wie Sonne und Wind für den Klimaschutz hervor. Insgesamt seien im vergangenen Jahr so rund 110 Millionen Tonnen klimaschädliche Treibhausgasemissionen vermieden worden.
Der Minister schmücke sich "mit falschen Federn", kritisierte der energiepolitische Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion, Hans-Josef Fell. "Er hat bislang nichts gemacht, um den Ausbau der erneuerbaren Energien voran zu bringen", erklärte Fell. Röttgen habe im Gegenteil sogar "viel getan, um die Erneuerbare-Energien-Branche tief zu verunsichern".