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NEWS

26.03.2010

Windenergie ist auf dem Vormarsch

Insbesondere die Zahl der Offshore-Windparks wird in den kommenden Jahren erheblich ansteigen. Gestern gab General Electric den Einstieg ins europäische Offshore-Geschäft bekannt.

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25.03.2010

Erneuerbare-Energien-Branche auch im Krisenjahr gewachsen

Berlin — Die Branche der erneuerbaren Energien ist trotz Wirtschaftskrise im vergangenen Jahr gewachsen. Investitionen und Beschäftigung hätten gegen den Trend zugenommen, sagte Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) in Berlin. Die Grünen kritisierten, Röttgen brüste sich angesichts der Energiepolitik der schwarz-gelben Bundesregierung zu Unrecht mit dem Erfolg der Branche.

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02.02.2010

Türkei und Deutschland im Irak

Türkei und Deutschland wollen im Irak zusammenarbeiten

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TREND CONSULTING - NEWS - 02.02.2010


Türkei und Deutschland im Irak

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http://www.gtai.de/DE/Content/__SharedDocs/Links-Einzeldokumente-Datenbanken/fachdokument.html?fIdent=MKT200912158018&source=DBNL&sourcetype=NL

Istanbul (gtai) - Sowohl Deutschland als auch die Türkei verzeichnen zunehmende Exporte in den Irak. Am 10.12.09 trafen sich Vertreter beider Länder in Istanbul, um bei der Erschließung des potenziell hochinteressanten Marktes enger zu kooperieren. Die Türkei verfügt über räumliche und kulturelle Nähe zum Irak und ist bereits jetzt einer der wichtigsten Handelspartner des Landes. Deutsche Technologie genießt an Tigris und Euphrat traditionell hohes Ansehen. Die engen wirtschaftlichen Beziehungen zwischen der Türkei und Deutschland bieten gute Voraussetzungen.

Der Wiederaufbau im Irak hat in den vergangenen fünf Jahren nur langsame Fortschritte gemacht. Beim Verkehrsnetz, der Energieversorgung, dem Gesundheitssystem wie im Wohnungsbau besteht weiterhin großer Nachholbedarf. Insbesondere in den zentralen Landesteilen verhindert die nach wie vor mangelnde Sicherheit ein größeres Engagement ausländischer Unternehmen. Besser sieht die Situation in den überwiegend von Kurden bewohnten nördlichen Provinzen aus.

Hoffnungen auf eine weitere Stabilisierung der Lage werden mit den nun für den am 7.3.10 vorgesehenen Wahlen verbunden. Bereits 2009 haben die Lieferungen in den Irak sowohl aus der Türkei als auch aus Deutschland erheblich zugenommen. Dabei dürfte das Exportvolumen von deutscher Seite im Gesamtjahr rund eine halbe Milliarde Euro erreichen, die Ausfuhren der Türkei in das südliche Nachbarland sogar ein Niveau von 5 Mrd. US$ (circa 3,4 Mrd. Euro) erklimmen. In den ersten drei Quartalen 2009 war der Irak der fünftwichtigste Markt der Türkei nach Deutschland, Frankreich, Italien und Großbritannien.
Deutscher Außenhandel mit Irak (Mio. Euro) Warenfluss 2006 2007 2008 2009 *)
Ausfuhren 364,2 318,7 304,2 299,5
Einfuhren 10,7 41,3 137,8 30,6
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*) 1. Halbjahr

Quelle: Eurostat
Türkischer Außenhandel mit Irak (Mio. US$) Warenfluss 2006 2007 2008 2009 *)
Ausfuhren 2.589,4 2.844,8 3.916,7 2.534,6
Einfuhren 375,9 645,1 1.320,9 347,9
CSV Export

*) 1. Halbjahr

Quelle: TÜIK

Deutschland ist im selben Zeitraum auch wieder zum wichtigsten Handelspartner der Türkei aufgestiegen, nachdem es Rohstofflieferungen aus Russland in den vergangenen zwei Jahren von dieser Position verdrängt hatten. Die Zahl deutscher Firmen in der Türkei beträgt Ende 2009 rund 4.000. Daraus ergeben sich gute Möglichkeiten der Zusammenarbeit auch bei der Erschließung des irakischen Marktes. So lässt sich die Lieferung deutscher Technologie für Fabriken und Anlagen im Irak mit den Aufträgen türkischer Bauunternehmen verbinden, wobei auf die bestehenden Geschäftsbeziehungen in der Türkei aufgebaut werden kann.
Deutscher Außenhandel mit der Türkei (Mrd. Euro) Warenfluss 2006 2007 2008 2009 *)
Ausfuhren 14,1 14,9 15,0 5,2
Einfuhren 8,2 8,9 8,8 3,6
CSV Export

*) 1. Halbjahr

Quelle: Eurostat

Bereits in früheren Phasen der Geschichte sei die "Hohe Pforte", also das damals osmanische Istanbul, der Weg in den Orient gewesen, sagte der deutsche Botschafter im Irak, Paul Freiherr von Maltzahn, und erinnerte an den Bau der Bagdadbahn zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Gute Chancen für eine deutsche Beteiligung böten derzeit vor allem die Sektoren Telekommunikation, Infrastruktur, Gesundheit sowie die Abfall- und Abwasserentsorgung. Zumindest im nordirakischen Erbil sei die Sicherheitslage mittlerweile so gut, dass die dortige Messe in diesem Jahr eine gute deutsche Beteiligung aufweisen konnte.

Für die südlicheren Zentren wie Mosul, Kirkuk, Bagdad oder Basra lässt sich dies noch nicht in der gleichen Weise sagen. Die Hoffnungen liegen hier auf dem Zeitraum nach den Wahlen, die die Lage stabilisieren sollen. Das größte Sicherheitsrisiko für deutsche Geschäftsleute stellen Entführungen dar. Die stärkere Nutzung des bereits bestehenden Netzwerks türkischer Partnerfirmen im Irak könnte hier Erleichterung schaffen. So haben sich etliche Unternehmen rund um die türkische Botschaft in Bagdad zu einem "türkischen Viertel" gruppiert, ergänzte der Botschafter der türkischen Republik im Irak, Murat Özcelik. Dort sei zum Beispiel auch die türkische Ziraat Bank vertreten, eine der ersten ausländischen Banken im Irak.

Im Bereich der Gesetzgebung für Handel und Investitionen konnten in den letzten Jahren große Fortschritte gemacht werden, dennoch gibt es in einigen Fragen, etwa der Beteiligung ausländischer Unternehmen an irakischen Firmen beziehungsweise der Anteile an gemeinsamen Vorhaben noch Unstimmigkeiten. Die Arbeit irakischer Gerichte beurteilte Fachanwalt Florian Amereller als erstaunlich gut. Im Geschäftsablauf müssen aufgrund der vielfach noch unklaren Situation aber Unregelmäßigkeiten in Kauf genommen werden.

Der Regierung in Bagdad werden 2010 infolge des wieder gestiegenen Ölpreises voraussichtlich rund 40 Mrd. US$ für Investitionen zur Verfügung stehen, stellte Hak al-Hakim, Berater des irakischen Premierministers, fest. Als Beispiel für ein wichtiges Entwicklungsfeld nannte er den Gesundheitssektor. Die bestehenden Krankenhäuser könnten derzeit nur etwa ein Drittel des Bedarfs decken. Hinzu käme die Produktion von medizinischen Verbrauchsmaterialien wie Spritzen, Verbänden oder Handschuhen sowie von Medikamenten, die von Privatunternehmen parallel aufgebaut werden könne.

Öffentliche Bauprojekte werden auf nationaler, provinzieller und kommunaler Ebene ausgeschrieben. Ein enorm wichtiger Faktor bei der Teilnahme ist ein geeigneter irakischer Partner. Die kulturelle Nähe zwischen der Türkei und dem Irak kann hier hilfreich sein, insbesondere wenn deutsche Unternehmen bereits über eine Vertretung oder einen Partner in der Türkei verfügen.

Für den Aufbau neuer Anlagen fehlt im Irak bislang allerdings häufig das geeignete Personal. Weniger groß sind die Bedenken von Firmenvertretern beim Betrieb von Fabriken. Bei der Ausführung der Arbeiten greifen im Irak tätige internationale Baufirmen oft auf eigenes Personal aus der VR China, Indien oder aus der Türkei zurück. Wegen der höheren Bezahlung und vor allem durch die enormen Aufwendungen zur Absicherung der Baustellen können die Kosten schnell das Drei- bis Vierfache des Niveaus in den Heimatländern erreichen.

Der technische Standard einheimischer Baufirmen hinkt der Entwicklung in anderen Ländern um etliche Jahre hinterher. So berichtet Isabel Knauf, Vorstandsvorsitzende des gleichnamigen Herstellers von Baumaterialien, dass das langsame Verarbeitungstempo und der daher geringe Gesamtbedarf an Gipskartonplatten für ein über Lieferungen hinausgehendes Engagement noch nicht ausreichend sind. Die gesamte Nachfrage von weniger als 1 Mio. qm im Irak würde ein modernes Gipsplattenwerk gerade einmal zu 5% auslasten. In der Türkei ist Knauf mit drei Fabriken präsent, ebenso im Iran.

Problematisch für einen störungsfreien Betrieb von Industrieanlagen sind die im Irak regelmäßig vorkommenden Stromausfälle. Der Zehnjahresplan der Regierung von 2005 bis 2015 sieht einen umfangreichen Ausbau der Erzeugungskapazitäten vor. Die National Investment Commission listet unter den geplanten Projekten (Stand November 2009) allein zehn Kraftwerksneubauten auf. Mittelfristig soll der Irak zum Stromexporteur werden. Die Umsetzung der Pläne hinkt aber 2009 deutlich hinter dem angezielten Stand her.

Wegen der veralteten Raffineriekapazitäten muss das Land mit den weltweit zweitgrößten Erdölreserven und einem Rohölexport von immerhin etwa 2 Mio. Barrel pro Tag zudem weiterverarbeitete Ölprodukte wie Benzin importieren. Die bestehenden Raffinerien produzieren zu einem hohen Anteil Schweröl, das aufgrund seiner begrenzten Verwendbarkeit zwischengelagert werden muss. Die ebenfalls begrenzten Lagerkapazitäten führen wiederum dazu, dass die Raffinerien nicht mit voller Kraft laufen können.

Dieser Umstand ist bei der Konzeption von Kraftwerken zumindest in der näheren Zukunft zu beachten. Mit etwas älterer Technik können auch das Schweröl und andere Brennstoffe minderer Qualität für die Stromerzeugung verwendet werden, führte Michael Schmidt, Geschäftsführer von Rotring Engineering, während der Konferenz aus.